Schamane

Erlebsnisabend mit Galsan Tschinag

ERLEBNISABEND MIT GALSAN TSCHINAG
Montag, 7. November, 19.30 Uhr im Lebensraum Kunst

Galsan Tschinag, Schamane und Schriftsteller aus dem Hohen Altai in der westlichen Mongolei, erzählt über Schamanismus, Heilkunst und Wissenschaft und über sein Leben als “Wanderer zwischen den Welten”.
Beginn: 19.30 Uhr, Einlass ab 19.00 Uhr. Eintritt auf Spendenbasis. (Der Erlös kommt einem Bewaldungsprojekt in der Mongolei zugute)


Dieser Abend ist ein gemeinsames Projekt von Isa Beyer-Blaszyk und Elisabeth Schmuck vom Lebensraum Kunst.

Tel.: 08102 / 77 37 06
Anmeldung per E-Mail ,
Zur Website von Galsan Tschinag

Programm-Ablauf

Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 19.30 Uhr

  • Kurze Begrüßung, Reise-Impressionen-Diashow (Dauer ca. 15 min).
  • Gegen 20 Uhr: Galsan Tschinag – Lesung und Erzählung.
  • Im Anschluss gibt es noch die Möglichkeit, im Lebensraum Kunst ein Getränk zu sich zu nehmen und Gespräche zu führen.

Zur Biographie von Galsan Tschinag

Galsan Tschinag ist Schriftsteller, Stammesoberhaupt und Schamane beim Nomadenvolk der Tuwa.
Als Irgit Schynykbaj-oglu Dshurukuwaa wurde er 1943 im BajanÖlgii-Aimag, den Schwarzen Bergen im Hohen Altai in der westlichen Mongolei geboren, wo seine Familie – viehzüchtende Nomaden – ihr Winterlager aufgeschlagen hatten. Seine erste Lehrerin war seine Tante Pürwü, eine angesehene Schamanin der Tuwa. Aufgewachsen in einer Jurte, besuchte er später Internatsschulen.(…) Ein Jahr lang (1961) studierte er in der Hauptstadt Ulaanbaatar Mongolistik.
1962 bis 1968 studierte er Germanistik an der Karl-Marx-Universität in Leipzig und beendete sein Studium mit einer Diplomarbeit über Erwin Strittmacher. Danach kehrte er als Deutschlehrer an die staatliche mongolische Universität zurück.

1976 wurde ihm die Lehrerlaubnis wegen politischer Unzulässigkeit entzogen. Eine schwere gesundheitliche Krise und Rückbesinnung auf seine schamanischen Wurzeln schlossen sich an. In den folgenden Jahren lebte er als Übersetzer und Journalist.
1981 erschien in Ost-Berlin sein Erstlingsbuch “Eine tuwinische Geschichte und andere Erzählungen” in deutscher Sprache.
1991 wurde die Titelgeschichte in der Mongolei verfilmt und 1992 mit dem Adalbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet.
Es entstanden in der Folge Erzählungen, Romane und Lyrikbände, vor allem in deutscher Sprache.

Galsan Tschinag lebt in der mongolischen Hauptstadt Ulaanbaatar und bei seiner Sippe im Altai. Im Frühling und im Herbst kommt er für Lesungen und Seminare in den deutschsprachigen Raum.

1995 erfüllte sich für Galsan Tschinag ein Traum

Über zweitausend Kilometer führte er die Tuwa-Nomaden, die in den 1960er-Jahren zum Teil zwangsumgesiedelt wurden, mit einer Kamel-Karawane in die angestammte Heimat im Hohen Altai zurück.

Galsan Tschinag, der mit einem Bein in der Urgesellschaft und mit dem anderen in der Moderne lebt, ist schamanischer Heiler und kulturelle Integrationsfigur in seiner Heimat, während er in Europa als Botschafter anderer Kultur-, Heil- und Denkweisen fungiert.
(Aus “Altes Wissen für eine neue Zeit”, Geseko von Lüpke, Kösel-Verlag).

Als Schamane ist er der Volksdichter, der Volksarzt, der Lebenskünstler. Er ist der Philosoph, der Stratege und der Übervater eines Volkes. In seinem Heimatland will er eine Million Bäume pflanzen. 2002 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.

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